Die „Amme der Reformation“ und Geburtsort von Johann Friedrich dem Grossmütigen, Araber der Wettiner sowie Wasser und Wein in der Heimat des Urpferdchens

Zweitagesreise nach Torgau und „Umgebung“

„Torgaus Bauten übertreffen an Schönheit alle aus der Antike,
selbst der Tempel des Königs Salomo war nur aus Holz“

Martin Luther

Auch in diesem Jahr ist es uns gelungen, Sie im Rahmen unserer beliebten Zweitagesfahrten zu etwas Besonderem einzuladen. Im unmittelbaren Vorfeld des 500. Reformationsjubiläums führen wir Sie zu dem Ort, von dem so zutreffend die Bezeichnung Amme der Reformation überliefert ist, nachdem man Wittenberg als die Mutter der Reformation bezeichnet: Torgau.

Große Geschichte der Ernestiner als Beschützer und Förderer der Reformation spielte sich hier ab, und erst die hiesigen Bedingungen erlaubten Entwickeln und Materialisieren der reformatorischen Ideen. Die berühmten „Torgauer Artikel“ wurden zur Grundlage des „Augsburger Bekenntnisses“ und damit zum Meilenstein einer neuen Konfession. Es ist einmalig, wie sich der aufklärerische Geist dieser Zeit in der Architektur der Stadt spiegelt. Aus einer mittelalterlichen Burg entstand mit Schloss Hartenfels, mittels dessen Kurfürst Johann Friedrich seine politische Macht und seine Gesinnung zeigen wollte, das prachtvolle und größte heute noch vollständig erhaltene Schloss der Frührenaissance Deutschlands. Die sich wie eine Spindel ohne zusätzliche Versteifungen über zwei Stockwerke nach oben schwingende elegante Treppe ist nicht nur eine baumeisterliche Revolution dieser Zeit, sondern gilt unter dem Namen Großer Wendelstein als bedeutsames Zeugnis der Renaissancearchitektur, das auch auf uns eine atemberaubende und zauberhafte Faszination ausübt.

Aber damit nicht genug an Emotion und Erkenntnis: Sie werden die Reformation regelrecht spüren, wenn Sie sich in der Schlosskapelle befinden. Dieser erste evangelische Kirchenneubau, der am 5. Oktober 1544 von Martin Luther persönlich eingeweiht wurde, setzt das geistliche Programm der Reformation für uns alle wirklich fassbar erstmals anschaulich in Architektur und Kunst um.

Renaissance. Reformation. Residenz. - Ein nachhallender Dreiklang dieser Stadt!

Nach dieser Fülle des ersten Tages an Kunst und Kultur mit einem Einblick in ein städtebauliches Ensemble von internationalem Rang durch seine 500 Baudenkmale im Stil der Renaissance und der Spätgotik und mit seinem klangvollen Ende im Genuss eines stimmungsvollen Orgelkonzerts gönnen wir uns auf unserer Heimreise am zweiten Tag vor allem Erholung. Nach einem Abstecher in das der Stadt Torgau benachbarte berühmte Gestüt Graditz mit seiner über 300-jährigen Geschichte heißt unser Ziel Geiseltalsee.

Auch hier wird auf ganz andere Weise geschichtlicher Wandel erlebbar. Dieser größte künstliche See Deutschlands ist Gegenwart und Zukunft nach einem abgeschlossenen Kapitel von 300 Jahren Braunkohlenbergbau. Der See mit seinen Hängen von 30 Grad Steigung ließ ein einmaliges Experiment gelingen, einen Weinberg als unglaubliches Rekultivierungsobjekt! Sie haben die Gelegenheit sich von der Qualität der Saale-Unstrut-Weine in den Versionen „Schwarzes Gold“, „Goldener Steiger“ oder „St. Barbara“ zu überzeugen.

So wie die Rohbraunkohle aus dem Geiseltal das fossile Skelett des Urpferdchens barg und somit der Gegend zu weltweiter Bekanntheit verhalf, vor allem aber als Basis für die Industrien um Merseburg, Leuna, Buna eine ganze Region prägte, werden mit dem See Wasser und Wein der Region ihr neues Antlitz geben.

Geschichte entdecken, erleben und genießen kann daher als übergreifendes Motto unserer wunderschönen Fahrt gelten.

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Schloß Hartenfels Torgau - Denkmal lutherischen Reformgeistes

(Klicken Sie auf dieses Bild, und Sie sehen ein wunderschönes Video.
Autor: Landratsamt Nordsachsen)


1. Tag: Torgau – Residenz der ernestinischen Kurfürsten

8.00 Uhr: Abfahrt nach Torgau, der „Amme der Reformation“

10.30 Uhr: Stadtführung durch die wundervolle Renaissancestadt mit Besuch des Schlosses Hartenfels, das mit seinem 20 m hohen Wendelstein und der Schlosskirche zu den Höhepunkten der Renaissance Architektur Deutschlands gehört, dem Sterbehaus Katharinas von Bora und dem Gedenkstein an der Elbe, der an die Begegnung der sowjetischen und amerikanischen Truppen am 25. April 1945 erinnert

13.00 Uhr: individuelle Mittagspause in einem der Restaurant oder Cafés auf dem prachtvollen Markt und Zeit für den ältesten Spielwarenladen in Deutschland (Carl Loebner)

14.30 Uhr: Führung durch die Ausstellung „Schätze einer Fürstenehe“ im Schloss, die prachtvolle Exponate der Heirat des Kurfürsten Johann Georg I. mit Magdalena Sibylla von Sachsen im Jahre 1607 zeigt

16.00 Uhr: Wandelkonzert mit KMD Ekkehard Saretz:
Orgelspiel in der auf Weisung von unserem Hanfried 1544 errichteten und von Luther geweihten Schlosskirche auf der 1994 im Renaissance-Stil errichteten Schleifladenorgel (Saretz hat die Disposition entworfen!) und nach kleinem Spaziergang Orgelkonzert in der spätgotischen Stadtkirche St. Marien auf der im Barock-Stil erbauten Orgel von 1984

17.00 Uhr: Fahrt in das Hotel „Torgauer Brauhof“ am Rande der Innenstadt

19.00 Uhr: Individuelles Abendessen im rustikalen „Alter Elbehof“ mit eigener Brauerei in Werdau (fünf Busminuten vom Hotel)

 

2. Tag: Der Zwingerarchitekt und sein Kurfürst in Graditz – Idyllischer See und Weinberg in ehemaliger Bergbaulandschaft

9.00 Uhr: kurzer Transfer nach Graditz und Führung durch die Anlage, die als kurfürstliches Gestüt 1722 auf Anordnung August des Starken von Matthäus Daniel Pöppelmann errichtet wurde und bis heute Englische Vollblüter züchtet

10.30 Uhr: Weiterfahrt nach Braunsbedra an den Geiseltalsee, den mit fast 19 Quadratkilometern größten künstlichen See in Deutschland (Er gehört zu den zehn wasserreichsten Seen in Deutschland und ist das größte Gewässer im Mitteldeutschen Seenland.)

12.00 Uhr: geruhsame Fahrt mit dem Geiseltal-Express entlang des Sees mit Halt am Weinberg Goldener Steiger und Verweilen in der Straußwirtschaft der Familie Reifert zu einem Mittagsimbiss und einer kleinen Weinverkostung

anschl.: Fortführung der Umrundung des Sees vorbei an Marina, Badestrand und Campingplatz zurück nach Braunsbedra und Rückfahrt nach Jena

Leistungen

  • Übernachtung/Frühstück (Büffet) im ***Hotel DZ/DU/WC/TV/Tel.
  • Fahrt im bequemen Reisebus
  • alle im Programm enthaltenen Führungen
  • Orgelspiel in Stadt- und Schlosskirche Torgau
  • „Bahnfahrt“ am Geiseltalsee
  • Imbiss und Weinverkostung am Mittwoch
  • Optional:Reiserücktrittskostenversicherung *)
  • Organisation und Begleitung durch jenakolleg

*) (Ersatz von 80% der Stornokosten und der Reisekosten bei Abbruch der Reise lt. Versicherungsbedingungen - Stand Januar 2016)

Geiseltalsee Fotorechte: LMBV/Peter Radtke