Freude am Leben

Entdeckungen in Mitteldeutschland

Wohl mir, immer wohl, mir ist wohl zu Mute,
obwohl arge Narren mir Hass entgegenbringen.
Damit bringen sie sich selbst in Unehren…
Könnten Sie dem Wald das Laub und der Heide die Blüte verbieten, sie würden es tun!
...
Ich aber will nach guter Freude streben.
„Lasst Euch Freude und Ehre nicht verdrießen!“:
so gebot es mir die Liebe wohlgetan.

(aus einem Minnelied Heinrich I., Graf von Askanien und Fürst von Anhalt, um 1170-1252)

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Freude am Leben, die man sich nie verderben lasse, getreu dem Minnelied von Heinrich I., soll das Motto unserer Reise in die historische Kulturlandschaft an Saale und Unstrut mit einer weltweit einmaligen Dichte an erhaltenen Denkmälern aus der Zeit des Hochmittelalters (11.-13. Jahrhundert) sein.

Die Neuenburg, der Naumburger Dom, das Zisterzienserkloster Schulpforta, der Merseburger Dom sind Beispiele für beeindruckende Zeugnisse hochmittelalterlicher Herrschaft an Saale und Unstrut, die nicht nur Geschichte spiegeln, sondern als bedeutendes kulturelles Erbe auch unser heutiges Lebensgefühl im Bestaunen, Betrachten, Nachdenken immens aufwerten können. Es ist spannend, in einer Region zu weilen, die mit dem Konzept „Naumburger Dom und hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut“ auf gutem Wege ist, Weltkulturerbestatus der UNESCO zu erlangen.

Das Verweilen in dieser sanften kulturgeschichtlich so prägenden Landschaft wird Sie ebenso verzaubern, wie der Genuss der edlen Weine, deren Anbau in dieser Region eine über 1000-jährige Geschichte hat.

Die kulturelle Dichte und Bestimmung dieser mitteldeutschen Region fanden nach der Prägung durch das Hochmittelalter ihre Fortsetzung in der weiteren deutschen Geschichte. Zu den interessantesten Eckpunkten zählen dabei ohne Zweifel das Wirken Luthers und auch der Franckeschen Stiftung, deren Gebäude als weltweit einzigartiges Beispiel sozialer und pädagogischer Zweckarchitektur gelten. Bei Exkursen nach Halle und Eisleben werden Sie absolut überzeugend spüren und erfahren: Wissen gehört zur Freude am Leben!

Im Übrigen war dieser mittelalterliche Minnesänger und Fürst, der die Freude am Leben besingt, der Schwiegersohn des Thüringer Landgrafen Hermann I. von Thüringen, neben dessen gewaltiger Neuenburg hoch über den Weinbergen bei Freyburg unser Hotel liegt. „Entdeckt“ habe ich den Text im Neujahrsbrief des Direktors der Neuenburg, Jörg Peukert…

1. Tag

Abfahrt 8.00 Uhr  ab Berlin Fahrt in die Lutherstadt Eisleben, deren 1000 Jahre dauernde Tradition des Kupferbe rgbaus Luthers Eltern 1483 bewegte, im Geburtsjahr des kleinen Martin nach Eisleben zu ziehen; Führung durch die Stadt, das Luther-Geburtshaus (gehört seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe) und die Petri- und die Andreaskirche; individuelle Mittagspause; Weiterfahrt nach Merseburg, der alten Bischofsstadt an der Saale; Führung durch den mächtigen Dom St. Johann d. T. und St. Laurentius und kleines Konzert auf der Ladegastorgel von 1855, die mit ihren 5687 Pfeifen als eine der größten und klangschönsten romantischen Orgeln Deutschlands gilt; Transfer nach Freyburg an der Unstrut; Beziehen der Zimmer im „Berghotel zum Edelacker“ (Tel. 034464 350); individuelles Abendessen im Hotel.

2. Tag

Fahrt nach Halle; Führung durch die prachtvoll sanierte, über 300 Jahre alte Schulstadt von August Hermann Francke; Mittagspause; gemeinsamer Besuch des Stadtgottesackers von 1557, einem Meisterwerk der Renaissance nördlich der Alpen;  Freizeit für eigene Entdeckungen (z.B. Besuch des Landesmuseums mit der  Himmelsscheibe von Nebra, der Marktkirche mit der Totenmaske Luthers, das neugestaltete Händel-Museum oder den Kunstsammlungen im Schloss Moritzburg (Beratung und auf Wunsch Begleitung durch WB); individuelles Abendessen im wiederentstandenen Restaurant „Palais S“, schwer zerstört durch das Hochwasser im Juni 2013; Besuch einer Aufführung im Puppentheater Halle, die 60 Jahre alt und international ausgewiesen ist; Rückfahrt in das Hotel (60min).

3. Tag

Fahrt nach Bad Lauchstädt; Führung durch die historischen Kuranlagen mi t Schillerstein, zum nach Plänen Goethes 1802 errichteten Theatergebäude und dem kleinen Schillermuseum; Weiterfahrt nach Wangen bei Nebra;  Besuch eines auch architektonisch außergewöhnlichen Museums mit der 3.600 Jahre und damit ältesten Himmelsdarstellung der Menschheit;  Führung durch die Ausstellung in der Arche Nebra und Besuch der Planetariumsshow; Rückfahrt und Spaziergang zur Neuenburg; Führung durch die mittelalterliche Anlage, der Schwesterburg der Wartburg, mit der romanischen Doppelkapelle; kurzer Transfer auf den Nachbarberg nach Zscheiplitz zum VDP-Prädikatsweingut Pawis; Weinverkostung mit Winzervesper; kurzer Transfer ins Hotel (10min).

4. Tag

Fahrt nach Naumburg; individuelle Mittagspause nach Gusto; Rundgang durch die denkmalgeschützte Innenstadt mit sehenswerter Renaissance- und Barockarchitektur;  Kunstführung durch den Naumburger Dom, der als Bindeglied zwischen Romanik und Gotik gilt und dessen Stifterfiguren im Westchor zu den Werken der Weltkunst gezählt werden; Fahrt nach Droyßig: Wein-Menü im Schlossrestaurant mit Saale-Unstrut-Weinen, die in dieser Region eine über 1000-jährige Tradition haben; 15.00 Uhr Heimfahrt nach Berlin (Ankunft ca. 18.00 Uhr).

Leistungen

  • 3 Übernachtungen/Frühstück im ****Hotel (Büffet) DZ/DU/WC/TV/Tel.
  • Bustransfer ab/bis Berlin
  • alle aufgeführten Eintritte, Führungen, Besichtigungen und Orgelvorspiele
  • Winzerteller und Weinverkostung auf dem Weingut Pawis
  • Abschiedsessen am Donnerstag 3-Gang-Weinmenü mit korrespondierenden Weinen
  • Reisebegleitung
  • Reiserücktrittskostenversicherung (Ersatz von 80% der Stornokosten und der Reisekosten bei Abbruch der Reise - Stand Dezember 2013)

Bildnachweis

Die Bildrechte für die Fotos von der Franckeschen Stiftung (untere Bildreihe) liegen bei dieser Einrichtung und den angegebenen Fotografen und wurden dem Reiseveranstalter jenakolleg dankenswerterweise für Reiseprogramme zu den Ausstellungen der Stiftung gewährt. Das große Foto von der Arche Nebra und die Innenaufnahme vom Planetarium der Arche (in der Bildrotation auf der Seite oben links) sind vom Fotografen J. Lipták und wurden uns frendlicherweise vom Rechteinhaber Besucherzentrum Arche Nebra zur Verfügung gestellt. Die übrigen Fotos sind Eigentum von jenakolleg. Die detaillierten Angaben zu den Fremdfotos finden sich jeweils beim Anklicken der Vorschaubilder.