Johann Sebastian Bach und sein letzter Wirkungsort

Tagesausflug nach Leipzig am Dienstag, dem 28. Juli 2015

"Es mag sein, dass nicht alle Musiker an Gott glauben; an Bach jedoch alle."
(Mauricio Kagel)

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tl_files/reisen/Bach_in_Leipzig_2015/Reger.jpgBach und Leipzig - das ist ein vielschichtiges und spannendes Thema.

Nicht maßgeblich von Kunstverstand bestimmt war die Entscheidung des Leipziger Rats, im Jahre 1723 Bach als neuen Thomaskantor einzustellen, nachdem der berühmte Telemann finanziell hoch gepokert und sich dann doch für Hamburg entschieden hatte und die Haltung des Rates durch den denkwürdigen Satz protokolliert ist: „… da man die Besten nicht bekommen könne, so müße man mittlere nehmen."

Der Mittlere war dann der, von dem Reger später im Notenbild schreiben sollte: „BACH ist Anfang und Ende aller Musik“…

Allerdings hielt Bach trotz anhaltender Auseinandersetzungen mit der Leipziger Obrigkeit und auch des Gedankens, Leipzig zu verlassen, der Stadt bis zu seinem Tode die Treue und schuf in diesen 27 Jahren ein gewaltiges Werk.

Man kann es nicht treffender sagen, als auf der Homepage der Leipziger Nikolai-Kirche in Anlehnung an Christian Führer, deren 2014 verstorbenen Pfarrer aus den Wendejahren, geschrieben steht: „Wurde es 1723 als Gnade und Ehre für Bach angesehen, dass Leipzig ihn berief, so ist es heute eine Gnade und Ehre für Leipzig, dass Bach kam und blieb.“

Am 265. Todestag von Johann Sebastian Bach in Leipzig weilen, um im großen Konzert an seiner berühmtesten und langjährigsten Wirkungsstätte uns den Klängen seiner Musik hingeben zu können, das ist etwas ganz Besonderes. Auf der Empore der Thomaskirche haben wir exquisite Plätze gebucht, um von dort aus Dirigent, Sänger und Musiker in ihrer faszinierenden Arbeit begleiten zu können.

Dieser ganz der Musik und ihrem heute unumstrittenen Meister gewidmete Tag soll Sie entspannt und gut gestimmt in einen grandiosen Abend führen und unterscheidet ihn damit von vorangegangenen Besuchen der Stadt Leipzig. Ein sehr passendes Entree wird er mit einem kleinen Konzert auf der Hildebrandtorgel im Dörfchen Störmthal bei Leipzig finden, die Bach selbst bespielte und in höchsten Tönen lobte.

Johann Sebastian Bach, dessen 330. Geburtstag wir in diesem Jahr begehen, beeinflusste alle nach ihm folgenden Komponistengenerationen in besonderem Maße, und da ist es bestimmt ein schönes und informatives Intermezzo, bei Interesse entlang der „Leipziger Notenspur“ zu Fuß Wohn- und Wirkungsstätten berühmter Leipziger Musikgrößen erkunden zu können.

Mit dem Besuch des Grassimuseums für Musikinstrumente runden wir, eingebettet in Zeit zum Bummeln und Kaffeetrinken, das Angebotsportfolio für diesen einzigartigen Tag stimmend ab, beherbergt diese Museumsentdeckung doch eine der größten Musikinstrumentensammlungen der Welt und zeigt insbesondere kostbare Stücke aus der Zeit der Renaissance und des Barock sowie der Leipziger Bach-Zeit.

Ein Tag zum Genießen!

Programmablauf

  • 9:00 Uhr Fahrt ab Jena (Lutherplatz/Parkplatz) Fahrt in das kleine Dörfchen Störmthal, südöstlich von Leipzig gelegen
     
  • Besuch der barocken Kirche und kleines Konzert auf der 1723 von Zacharias Hildebrandt gebauten Orgel, die mit der von Johann Sebastian Bach für diesen Anlass geschaffenen Kantate „Höchsterwünschtes Freudenfest“ (BWV 194) von ihm höchstselbst eingeweiht wurde. (Sie ist eines der wenigen weitgehend im Originalzustand erhaltenen Instrumente, auf denen Bach spielte. Bach selbst schrieb über diese Orgel ein Gutachten und lobte sie über alle Maßen. Eule/Bautzen hat die Orgel 2008 restauriert)
     
  • Kurzer Transfer in die Innenstadt Leipzig
     
  • Zeit für eine individuelle Mittagspause im einem der Bistros der PROMENADEN Leipzig Hauptbahnhof
     
  • Führung mit Musikbeispielen durch eine der weltweit größten Sammlungen von Musikinstrumenten im Musikinstrumentenmuseum im GRASSI
     
  • Freizeit für einen Kaffee und/oder für einen Bummel durch das geschäftige Zentrum
     
  • Für Interessenten: geführter Spaziergang mit W. Bathe durch Leipzig zum Thema „Notenspur Leipzig“ – wichtige Wohn- und Schaffensstätten berühmter Leipziger Komponisten (u.a. Bach, Mendelssohn Bartholdy, Clara und Robert Schumann, Richard Wagner, Edvard Grieg, Gustav Mahler, Hanns Eisler) sind durch eine visuell hervorgehobene Markierung in der Innenstadt miteinander verbunden und werden zu Fuß erkundet
     
  • Individuelles Abendessen (mit reservierten Plätzen) in einem der zahlreichen Gasthäuser
  • 19.30 Uhr Konzert in der Thomaskirche am 265. Todestag von Johann Sebastian Bach:
    • Johann Sebastian Bach: »Vor deinen Thron tret´ ich hiermit« Choralvorspiel BWV 668
    • Johann Sebastian Bach: »Christ lag in Todesbanden« BWV 4
    • Johann Sebastian Bach: »Der Himmel lacht! die Erde jubilieret« BWV 31
    • Thomaskantor Georg Christoph Biller: St.-Thomas-Ostermusik
    • Johann Sebastian Bach: »Vor deinen Thron tret´ ich hiermit« BWV 668 (gesungen)

Mitteldeutsches Kammerorchester
Sächsischer Kammerchor
Thomaskantor a.D. Georg Christoph Biller | Dirigent
Gesine Adler | Sopran
Susanne Langner | Mezzosopran
Martin Lattke | Tenor
Gotthold Schwarz | Bass

  • anschl. Rückfahrt nach Jena (70min)

Ihr Reisebegleiter: Wolfgang Bathe Funktelefon 0170 966 1033
Ihr Busfahrer: N.N.

Leistungen

  • Fahrt im bequemen Reisebus
  • Führung Hildebrandtorgel Störmthal
  • Führung Musikinstrumentenmuseum im GRASSI
  • Spezialführung Leipzig
  • Konzert Thomaskirche
  • Organisation und Begleitung durch jenakolleg