„Preise dein Glücke, gesegnetes Sachsen...“

"Die Sachsen verdanken das, was sie sind, nicht ihrer Gemütlichkeit, sondern ihrer Energie. Diese Energie hat einen Beisatz von Nervosität, ist aber trotzdem als Lebens- und Kraftäusserung größer als bei irgend einem anderen deutschen Stamm. Ihre Kulturüberlegenheit wurzelt in ihrer Bildungsüberlegenheit, die nicht vom neusten Datum, sondern fast 400 Jahre alt ist!" ( Theodor Fontane)

„Wir müssen aufpassen, sonst fressen uns die Sachsen in fünf Jahren kalt zum Frühstück.“
Wolfgang Kartte (*1927), 1976-92 Präs. Bundeskartellamt

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Mit einem gewaltigen Kyrie eleison beginnt eine Reise nach Sachsen, die Sie nach dem Erlebnis von einem der Hauptwerke Johann Sebastian Bachs unter der Leitung des unvergleichlichen Helmuth Rillings in der Frauenkirche zu Dresden etwas abseits von den Hauptpfaden der Touristenströme Glanzpunkte der Industrie-, Musik- und Kulturgeschichte Mitteldeutschlands erleben lässt.

Eingebettet ist diese Reise in zwei besonders malerische Landschaften Deutschlands – das Vogtland mit seinem Musikinstrumentenbau von Weltgeltung  und das Erzgebirge, welches nicht nur sein berühmtes Spielzeugland in Seiffen zu bieten hat…

Lassen Sie sich mit hineinnehmen in eine ganz besondere Kulturregion, in der Traditionen tief verwurzelt sind und die aus der Provinz heraus in die Welt gewirkt hat!

1. Tag: Anreise in Dresden – Der „Bachbotschafter“ in der Frauenkirche

bis 15.00 Uhr: individuelle Anreise in das zentrumsnahe Ringhotel Residenz Alt Dresden; 15.30 Uhr Fahrt in das Zentrum der Residenzstadt und Bummel durch die in alter Schönheit wiederentstandene Altstadt; individuelles Abendessen im historischen Restaurant „Pulverturm“; 20.00 Uhr MDR Musiksommer in der Dresdner Frauenkirche: Gächinger Kantorei, Bachcollegium Stuttgart; Helmuth Rilling, Dirigent

Johann Sebastian Bach; Messe in h-Moll

Rückfahrt in das Hotel.

2. Tag (Hotelwechsel): Schumann und Horch in Zwickau – Idyllisches Annaberg-Buchholz im Erzgebirge

Fahrt nach Zwickau; Führung durch das August Horch Museum Zwickau, das über ein Jahrhundert glanzvolle sächsische Automobilgeschichte präsentiert; Spaziergang durch die reiche sächsische Silber-, Textil- und Autostadt, die der Geburtsort des Komponisten Robert Schumanns ist (Markt, Rathaus, Gewandhaus, Dom St. Marien u.a.); Führung durch das Robert-Schumann-Haus und kleines Vorspiel auf dem Flügel der Clara Wieck; Weiterfahrt in die alte Doppel-Bergstadt Annaberg-Buchholz; Bezug der Zimmer im Traditionshotel „Wilder Mann“; gemeinsames Abendessen im Hotel.

3. Tag: Klingendes Spielzeugland in Seiffen – Spätgotische Kirchbaukunst im 15., Klöppeln im 16. und Hightech-Hämmern im 17. Jahrhundert

Frühstück; Fahrt in die Spielzeugstadt Seiffen; 11.30 Uhr Besuch des Freilichtmuseums mit Vorführung der einzigartigen Reifendrehtechnik, dem Kraftwerk, Werkstätten und den Wohnhäusern der Spielzeugmacher; Freizeit für einen Imbiss und den individuellen Besuch des Spielzeugmuseums; Führung durch die als Weihnachtskirche bekannte barocke Dorfkirche und kleines Orgelvorspiel; Fahrt zu einer Schnitzerwerkstatt; Rückfahrt nach Annaberg-Buchholz; Führung durch die überreich ausgestattete St. Annenkirche, eine der bedeutendsten spätgotischen Hallenkirchen in Deutschland; Führung durch den Frohnauer Hammer, einem Hammerwerk zur Kupfer- und Eisenbearbeitung aus dem 17. Jahrhundert und Besuch der Heimatstube mit Vorführung der berühmten Klöppeltechnik; individuelles Abendessen im „Frohnauer Hammer“.

4. Tag: Raumfahrtgeschichte tief im Wald, klingender Musikwinkel im Vogtland und Schweizer Sound in Sachsen

Fahrt durch das Erzgebirge nach Morgenröthe-Rautenkranz, dem Geburtsort von Sigmund Jähn; Besuch der neugestalteten Deutschen Raumfahrtausstellung; kurzer Transfer in den Aschberggrund; Fahrt mit dem Lift auf den Turm der neuen Schanze  mit herrlicher Aussicht auf den Kamm des Erzgebirges; Mittagsrast und Weiterfahrt durch das Erzgebirge und das Vogtland in den Musikwinkel; nach einem klingenden Überraschungsbesuch tönende Führung durch das Musikinstrumentenmuseum in Markneukirchen;  individuelles Abendessen mit kleinem Konzert im „Alpenhof“ in Breitenfeld; Rückfahrt ins Hotel.

5. Tag: Chemnitz - Grandiose Industriegeschichte, Klassische Moderne in Vollendung und traumhafter Jugendstil

Fahrt in die sächsische Industriemetropole; Führung durch das sächsische Industriemuseum, das auf sehr anschauliche Art und Weise über 100 Jahre Industriegeschichte vom Meißner Porzellan bis zum Motorradbau in Sachsen wiederspiegelt; Besuch des 2003 im ehemaligen Sparkassengebäude  eingerichteten Museums „Gunzenhauser“ mit einer der bedeutendsten Sammlungen der klassischen Moderne Deutschlands; 15.30 Uhr Besuch der von Henry van de Velde im Jahre 1903 erbauten und jüngst wunderbar sanierten Villa Esche; anschließend Freizeit zum Betrachten des Steinernen Waldes im  DAStietz; gemeinsames Abendessen im „Turm-Brauhaus“; Rückfahrt nach Annaberg-Buchholz (50 min.).

6. Tag: Freiberg - Bergwissenschaft mit Weltgeltung und Orgelbaukunst in höchster Vollendung

Fahrt in die alte sächsische Silberstadt Freiberg; Führung durch den spätgotischen Dom mit der Goldenen Pforte sowie der Tulpen- und der Bergmannskanzel; Orgelvorspiel auf einer der beiden berühmten Silbermannorgeln; kleiner Bummel durch die prachtvoll erhaltene Stadt mit der ältesten Bergakademie der Welt; gemeinsames Abschiedsessen und ab 13.00 Uhr individuelle Heimreise oder Verlängerung des Aufenthaltes in Freiberg, Dresden oder einem anderen Ort nach Wunsch.

Ihr Reiseleiter:        Wolfgang Bathe    0170 / 966 1033

Leistungen

  • 5 Übernachtungen/Frühstück (Büffet) DZ/DU/WC/TV/Tel.
  • alle Bustransfers ab Dresden am Sonntag/bis Freiberg am Donnerstag (Strabatickets am Samstag in Dresden)
  • Abendessen am 1. und 4. Tag; Abschiedsessen am 6. Tag
  • diverse aufgeführte Eintritte, Führungen und Besichtigungen
  • Konzertkarte MDR Musiksommer Frauenkirche (1. PG)
  • Reisebegleitung, Vorbereitung und Organisation

Mindestteilnehmerzahl: 20
Höchstteilnehmerzahl: 30

Freiberger Dom; Foto: Unukomo (GNU-Lizenz)

Die Anreise mit der Bahn ist aus allen Himmelsrichtungen bis Dresden und ab Freiberg ist gut möglich. Gern hilft jenakolleg bei allen Fragen von An- und Abreise

Bei gewünschter Anreise vor dem ersten und/oder Abreise nach dem letzen Reisetag können zusätzliche Übernachtungen zu einem günstigen Preis nach Rücksprache mit jenakolleg  reserviert werden.

Bildnachweis

Das Foto vom Gebäude der Villa Esche wurde uns freundlicherweise von der Villa Esche zur Verfügung gestellt. Verwendung durch Dritte ist nicht gestattet bzw, bedarf der ausdrücklichen Zustimmung durch die Rechteinhaber.