Reisen für Trauernde und Menschen in schwierigen Lebenssituationen

Die Trauer ist die Zwillingsschwester der Freude.
Wir müssen beiden zu ihrem Recht verhelfen, wenn wir
unser Leben liebevoll in eine gesunde Balance bringen wollen.

***

Wenn Sie lernen müssen, mit dem Tod eines geliebten Menschen zu leben, wenn Sie sich noch in der Phase eines langen Abschieds befinden, weil Sie zum Beispiel einen demenzkranken Angehörigen haben und sich vielleicht sogar der unglaublich schweren und kräftezehrenden Aufgabe stellen, diesen zu pflegen, dann wissen Sie manchmal nicht, wie Sie in Ihrem Leben noch freudige Lichtpunkte setzen sollen.

Zum einen, weil andere Menschen sich vielleicht abwenden, da Sie durch Ihre Trauer diese daran erinnern, dass das Leben endlich ist oder weil sie erwarten, dass Sie sich nur gramgebeugt zurückziehen sollten und - wie Sie selbst oft - nicht wissen, wie sie mit Ihren ganz natürlichen Stimmungsschwankungen umgehen sollen, die die Zeit der Trauer kennzeichnen.

Und zum anderen, weil die alltäglichen Abläufe der Sorge um einen Schwerstkranken Ihnen gar keine Luft zum Atmen und keine Möglichkeit zum Aufblicken lassen.

Hier wollen wir Ihnen helfen, Lichtpunkte zu setzen, Schönes mit Menschen zu erleben, die sich in ähnlichen Situationen gefangen fühlen, mit ihnen einen Austausch zu erfahren, keine Sorge zu haben, schief angeschaut und gemieden zu werden, wenn es Ihnen mal nicht gut geht oder auch wenn Sie trotz Ihrer Trauer mal richtig befreit lachen möchten. Auch Sie haben ein Recht, sich weiter oder erneut an den Schönheiten des Lebens, das ja Ihr Leben ist, zu erfreuen. Kein anderer würde Ihnen vermutlich dieses Recht so sehr gönnen und wünschen, wie jener Mensch, um den Sie trauern oder den Sie auf seinem letzten Weg begleiten.

Es kann auch für Sie wichtig sein, durch die Entdeckungen, Gespräche, Begegnungen und Ruhephasen auf dieser Reise Entspannung zu finden und wieder ein Stück mehr auf einem lebensbejahenden Weg gehen zu können.

Sie werden die Annehmlichkeiten des Liebevoll-Umsorgt-Werdens in einem schönen Ambiente an ausgewählten Orten genießen können.

In Kerstin Preuß, Jahrgang 1962, finden Sie eine Begleiterin, die neben der fachkundigen Führung durch Geschichte, Kultur und Landschaft auch über eine mehr als 18-jährige Erfahrung in der Begleitung schwerstkranker, sterbender und trauernder Menschen verfügt und ein offenes Ohr für Ihre Sorgen hat.

Sie hat neben einer Ausbildung zum Coach u.a. in der „Akademie für menschliche Begleitung“ an mehreren Seminaren von Dr. Jorgos Canacakis zum Thema Trauer- und Lebensumwandlung teilgenommen. Nebenberuflich ist sie sehr erfolgreich als einfühlsame Trauerrednerin tätig.

Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei - besonders nicht in Zeiten der Trauer und der Erschöpfung.

Wagen Sie diesen Schritt. Tun Sie das für sich selbst und gehen Sie ihn mit uns gemeinsam.

Weinen und lachen – beides ist erlaubt.

Reise in die Oberlausitz

Sanfte Hügelzüge und die Bergketten des Zittauer Gebirges, weite Felder, alte Alleen, kleine Dörfer mit liebevoll restaurierten Umgebindehäusern, idyllische Orte an der Neiße und stille Wälder: das ist die Oberlausitz im Osten des Freistaates Sachsen. Hier haben sich die Sorben unter dem Schutz der katholischen Klöster ihre Kultur und uralte Traditionen bewahren können. Für die Geschichte und Gegenwart der einzigartigen Region waren und sind die in alter Schönheit wiedererstehenden städtischen Zentren wie Bautzen und Görlitz sehr wichtig. Aber auch das wieder erstandene Dresden soll erlebbar werden.

Auf unseren Erkundungen begegnen Sie Menschen, deren Liebe zu ihrer angestammten oder bewusst gewählten Heimat Sie begeistern wird. Das Kloster Marienthal aber wird Ihnen bei all den zu verarbeitenden Eindrücken ein Ort sein können, an dem Sie Ruhe und Geborgenheit und, wenn Sie es wünschen, in geschützter Atmosphäre auch Möglichkeiten finden werden, dem Ausdruck zu verleihen, was Ihnen am und auf dem Herzen liegt.

1. Tag: Anreise in Dresden – Transfer nach Marienthal

Alle, die nicht individuell mit dem PKW anreisen, treffen sich um 14.00 Uhr am Dresdener Hauptbahnhof, von wo aus es mit einem Bus nach Ostritz geht. Nach dem Beziehen der mit gutem Komfort ausgestatteten Einzelzimmer begeben wir uns auf einen Spaziergang durch das Kloster Marienthal, ein von Zisterzienserinnen geführtes Zentrum der Begegnung und der Besinnung, das Ihnen nach einem erfüllten Tag einen guten Rückzugsort bietet. Vor dem Abendessen wird es Möglichkeiten einer ersten Begegnung mit den Schwestern geben, und am Abend wird eine Zusammenkunft uns nicht nur thematisch auf die gemeinsamen Tage und natürlich auch auf die gemeinsamen Themen einstimmen.

2. Tag: Oberlausitzfahrt

Nach einem kraftspendenden Frühstück geht die Fahrt zunächst nach Herrnhut, wo wir bei einer Führung durch den in alle Welt ausstrahlenden Ursprungsort der Brüder-Unität und dem Besuch des Kirchsaales sowie des Gottesackers der Brüdergemeine viel Interessantes erfahren werden. Die nächste Etappe führt uns nach Großschönau mit seinen malerischen Umgebindehäusern. Ein geführter Besuch im Deutschen Damast- und Frottiermuseum, bei dem Sie die alten Webtechniken erleben können, erweist sich als geradezu unumgänglich. Hier ist dann auch Zeit für eine Mittagspause. Schließlich steht Zittau auf dem Programm und rundet mit einer Betrachtung des einmaligen Großen Zittauer Fastentuches in der Kirche zum Heiligen Kreuz diesen Ausflug ab. In Marienthal gibt es einen gemeinsamen Tagesausklang nach dem Abendessen.

3. Tag: Dresden – Ein Exkurs

Heute geht es in das über 800-jährige Dresden, das über 60 Jahre nach seiner Zerstörung und gut sieben Jahre nach der großen Flut mit seinen Museen und Bauwerken von Weltbedeutung wieder in „Sachsens Glanz“ erstrahlt. Entdecken Sie bei einer Führung die Altstädter Seite der sächsischen Landeshauptstadt: Zwinger, Schloss, Fürstenzug, Brühlsche Terrasse, Altmarkt und nehmen Sie sich anschließend allein oder in kleinen Gruppen Zeit für ein individuelles Mittagessen und den Besuch der wieder erstandenen Frauenkirche, der Museen und Galerien oder des aufs Schönste restaurierten Neuen Grünen Gewölbes im Schloss. Entdeckungen im Panometer, das einen grandiosen und detailgetreuen Einblick in das barocke Dresden 1756 gewährt, werden für genügend Hunger auf ein gemeinsames Abendessen im SchillerGarten sorgen. Ihr Zimmer in Marienthal wartet dann schon auf Sie und verspricht wohlverdiente Ruhe und Erholung.

4. Tag: Görlitz

Diesmal ist das durch die Neiße zweigeteilte und sich neu verbindende Görlitz unser Ziel. Hier gilt es, unter sachkundiger Führung die historische Altstadt mit ihren kompletten und in außergewöhnlicher Qualität restaurierten Straßenzügen aus Gotik, Renaissance, Gründerzeit und Jugendstil zu entdecken. Natürlich gibt es dann Freizeit für ein individuelles Mittagessen, oder um Luft zu schöpfen und vielleicht das schönste Jugendstilkaufhaus Deutschlands und das Schlesische Museum zu besuchen. Die Zeit kann auch für einen Bummel durch die vorbildlich sanierte Stadt oder über die Altstadtbrücke in den polnischen Teil genutzt werden. Nach einer Rundfahrt zu den Vierteln der Stadt, die in der Zeit des Historismus und durch den Jugendstil geprägt wurden und der Besichtigung des Heiligen Grabes im Ölberggarten aus dem Jahr 1504 essen wir zeitig in der „Destille“ zu Abend und besichtigen dort das rituelle Tauchbecken. Der Abend klingt mit einer Kirchenführung in der Peterskirche und einem Sonderkonzert mit KMD Reinhard Seeliger auf der berühmten Sonnenorgel aus, bevor Sie wieder in die klösterliche Geborgenheit zurückkehren.

5. Tag: Ralbitz – Marienstern – Bautzen

Noch einmal erkunden wir an diesem Tag die Oberlausitz und besuchen dabei den einzigartigen sorbischen Friedhof in Ralbitz, bevor es weiter nach Marienstern geht. Hier führt uns der Gang durch die barocke Klosteranlage auch zu den Schatzkammern des Klosters, die einmalige Exponate von kirchen- und kunsthistorischem Wert beherbergen. Mittags werden wir in Bautzen, der heimlichen Hauptstadt der Sorben, Zeit für eine individuelle Mittagspause haben. Ein geführter Spaziergang wird uns diese Stadt, die wegen ihrer imposanten Silhouette auch "Nürnberg der Oberlausitz" genannt wird, nahe bringen. Mit einem festlichen gemeinsamen Essen und einem heiterer-besinnlichen Abend, bei dem jene, die es gern möchten, ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich einbringen können, klingt dieser Tag in Marienthal aus.

6. Tag: Abreise

Nach einem guten Frühstück kommen wir zu einer Abschiedsrunde zusammen, die Raum geben soll für Reflektionen, Gedanken und Gefühle und durch die das Abschiednehmen im guten Sinne erlebbar werden wird. Der Bus bringt uns nach Dresden, von wo aus jeder individuell nach Hause fahren wird.

Leistungen

  • 5 Übernachtungen/Frühstück (Büffet) DZ/DU/WC/Tel.
  • Halbpension
  • Alle Bustransfers ab/bis Dresden
  • Alle aufgeführten Führungen und Eintritte
  • Sonderkonzert in der Peterskirche Görlitz
  • Vorbereitung und Organisation
  • Reisebegleitung durch Kerstin Preuß (Telefon: 03641 471761)
  • Reiserücktrittskostenversicherung (beinhaltet: Ersatz von 80% der Stornokosten. Die Selbstbeteiligung beträgt bei ambulanter und stationärer Behandlung 20%. Stand: Oktober 2008)