"Weltgeist auf Spaziergängen"

Eine Reise nach Mitteldeutschland

„Wohin willst Du dich wenden?“
Nach Weimar-Jena, der großen Stadt,
Die an beiden Enden
Viel Gutes hat.

Goethe

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Zum ersten Mal seit langem wird mit diesem individuell buchbaren Angebot Jena, eine der interessantesten und lebendigsten mitteldeutschen Städte, den Ausgangspunkt einer Reise bilden.  Lassen Sie sich mitnehmen in die dichteste Kulturregion Europas – Mitteldeutschland. Wir folgen den Spuren bedeutender Philosophen, Dichter, Komponisten und Baumeister, welche die europäische Kulturgeschichte nachhaltig geprägt haben. Vielfalt und Abwechslung sind nicht einfach die Prinzipien der Reise, sondern das Ergebnis des Versuches, das Einmalige einer Kulturregion nachzuempfinden, von der Gustav Seibt im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung *) so treffend schreibt, dass eine bloße Aufzählung dessen, womit von hier ausgehend Deutschland die Welt positiv beeinflusst hat, völlig unzureichend ist.

Vom Naumburger Meister über Martin Luther, Johann Sebastian Bach, Goethe und Schiller, Franz Liszt bis zu Friedrich Nietzsche reicht das Spektrum. Die  Landesaustellungen in Weimar (Franz Liszt. Ein Europäer in Weimar) und in Naumburg (Der Naumburger Meister - Bildhauer und Architekt im Europa der Kathedralen) stellen diesen eher kleinen Landstrich ebenfalls in den europäischen Kontext. Ein Bachkonzert in der Thomaskirche, ein Schauspiel im historischen Goethetheater Bad Lauchstädt und ein Goethe-Schiller-Abend in Weimar bieten sinnlichen Genuß pur. Zauberhafte Landschaften  und ausreichend Freizeit in glanzvollen Städten laden zum Verweilen und eigenen Entdeckungen ein.

Kommen Sie mit uns auf die Reise, Sie sind herzlich eingeladen!

1. Tag: Jena – die kleine, große Stadt – auf den Spuren der Klassiker – rustikaler Abend

Individuelle Anreise bis 14.00 Uhr im Hotel Steigenberger Esplanade im Zentrum der Stadt (Carl-Zeiß-Platz 4, 07743 Jena; Tel. 03641/8000) ; 15.00 Uhr Begrüßung in der Lobby des Hotels und geruhsame Führung durch die lebendige Hochtechnologie- und Universitätsstadt  auf den Spuren des Professors Friedrich von Schiller und des Herrn Ministers und Geheimen Rates Johann Wolfgang von Goethe; Verweilen am Steintisch bei einem Glas Sekt in Erinnerung an diesen berühmten Begegnungsort der großen Geister im Garten des Schillerschen Gartenhauses; Ausklang des Abends im historischen Gasthaus „Zur Noll“ bei einem rustikalen Abendessen.

2. Tag: Gustav Adolf – Friedrich Nietzsche – Die Musikstadt und ihr größter Thomaskantor

Fahrt nach Röcken und Besuch des Ortes, in dem F. W. Nietzsche am 15. Oktober 1844 geboren wurde und er und seine Familie begraben sind; kurzer Transfer nach Lützen; Besichtigung der Gustav-Adolf- Gedenkstätte (Kapelle, Museum, Schinkel-Baldachin); Weiterfahrt nach Leipzig; Führung durch die alte Universitäts- und Messestadt, in der Bach als Thomaskantor seine längste und wohl intensivste Schaffensperiode erlebte; individuelle Freizeit für einen Mittagsimbiss und zum Besuch des im Frühjahr  2010 wieder eröffnenden Bachmuseums oder des Mendelssohn-Bartholdy-Hauses und des Musikinstrumentenmuseums; individuelles Abendessen (reservierte Plätze für die Gruppe); 20.00 Uhr Gedenkkonzert zum 261. Todestag von Johann Sebastian Bach in Kooperation mit dem Bach-Archiv und der Thomaskirche:

  • Johann Sebastian Bach: "Vor deinen Thron tret´ ich hiermit"
    Choralvorspiel BWV 668
  • Johann Sebastian Bach: "Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit"
    Actus tragicus BWV 106
  • Johann Sebastian Bach: Die Kunst der Fuge
    BWV 1080 (Ausschnitte)
  • Johann Sebastian Bach: "Vor deinen Thron tret´ ich hiermit"
    BWV 668 (gesungen)

(Ensemble Nobiles; Ensemble De Morales (ehemalige Thomaner); Ensemble Noema; Thomaskantor Georg Christoph Biller, Dirigent; Gesine Adler, Sopran)

anschl. Rückfahrt nach Jena ins Hotel.

3. Tag: Mönch und Student im mittelalterlichen Erfurt – Goldenes und silbernes Zeitalter in Weimar – Goethe und Liszt

Fahrt in die thüringische Landeshauptstadt Erfurt; Führung durch das wunderbar restaurierte mittelalterliche Zentrum u.a. mit dem hochgotischen Mariendom und der Krämerbrücke; Führung durch das Augustinerkloster, in dem Martin Luther zum Mönch geweiht wurde; individuelle Mittagspause; Transfer nach Weimar; Stadtführung auf den Spuren der Deutschen Klassik und der ebenso eng mit der europäischen Kulturgeschichte verbundenen Akteure im Weimar des 19. und frühen 20. Jahrhunderts; Freizeit und Gelegenheit zum Besuch  der  anlässlich des 200. Geburtstages des Komponisten stattfindenden Thüringischen Landesausstellung "Franz Liszt. Ein Europäer in Weimar"; individuelles Abendessen (reservierte Plätze für die Gruppe); 20.00 Uhr Goethe-Schillerprogramm im „Theater im Gewölbe“ in Cranachhaus am Markt; Rückfahrt nach Jena.

4. Tag: Gotik vom Naumburger Meister von Weltrang – Liebhabertheater des klassischen Dichterpaares und italienische Komödie

Transfer nach Naumburg; geführter Spaziergang durch das pittoreske Zentrum; Führung durch den Naumburger Dom, der als Bindeglied zwischen Romanik und Gotik gilt und dessen Stifterfiguren im Westchor zu den Werken der Weltkunst gezählt werden; Freizeit für den Besuch der Landesausstellung des Landes Sachsen-Anhalt „Der Naumburger Meister - Bildhauer und Architekt im Europa der Kathedralen“ und für einen Imbiss; Transfer nach Bad Lauchstädt; 14.30 Uhr Besuch einer Aufführung im nach Plänen Goethes 1802 errichtete Theatergebäudes: Der Lügner (Komödie in drei Akten von Carlo Goldoni (1750) in einer Inszenierung der KATAKOMBE FRANKFURT; anschl. Freizeit für einen Bummel durch den zauberhaften historischen Kurpark, für einen Kaffee und den Besuch des Neuen Schillerhauses mit der Sonderausstellung „Denn immerfort sind vornenan die Frauen…“ (Faust II, 1. Akt) - Johann Wolfgang von Goethe und die Frauen; Weiterfahrt in das kleine Städtchen Droyßig; Wein-Menü im Schlossrestaurant Droyßig mit Saale-Unstrut-Weinen, die in dieser Region eine über 1000-jährige Tradition haben; Rückfahrt nach Jena.

5. Tag: Jena – das närrische Nest

Entspannter Spaziergang auf die sanften Berge des mittleren Saaletals zur Gedenkstätte 1806, die an den Sieg Napoleons über die Preußen am 15. Oktober 1806 erinnert, Mittagessen in einer der Berggaststätten mit Blick in das malerische Tal; Abreise entsprechend den individuellen Plänen bzw. Verlängerung des Aufenthaltes.

Leistungen

  • 4 Übernachtungen/Frühstück (Büffet) im ****Hotel DZ/DU/WC/TV/Tel.
  • Bustransfer vom 2. bis 4. Tag
  • Abendessen am 1. Tag
  • Mittagessen am 5. Tag
  • alle aufgeführten Führungen und Eintritte (ohne indiv. Besuche!)
  • Konzertkarte Thomaskirche
  • Theaterkarten Weimar und Bad Lauchstädt
  • Weinmenü Droyßig
  • Vorbereitung und Organisation
  • ganztägige Reisebegleitung

Bei gewünschter Anreise vor Reisebeginn und/oder Abreise nach dem Reiseende können im Hotel in Jena nach Rücksprache mit jenakolleg zusätzliche Übernachtungen zu einem günstigen Preis reserviert werden.

Links zur Reise

www.jenakolleg.de/gustav-seibt-weltgeist-auf-spaziergaengen.html
www.steigenberger.com/Jena
www.uni-jena.de/Gartenhaus.html
www.zur-noll.de
www.virtusens.de/walther/roecken.htm
www.jale-online.de/Bauwerke/?subtitle=ga_gedenkstaette
www.bach-leipzig.de
www.mdr.de/konzerte/programm
www.liszt-2011.de/cps/rde/xchg/liszt/hs.xsl/index.html
www.liszt-2011.de/cps/rde/xchg/liszt/hs.xsl/285.html
www.theater-im-gewoelbe.de
http://naumburgermeister.eu/index.php?id=ausstellung&L=0&cHash=e1c82ca949eefa12005efd4cd813ed4b
www.goethe-theater-bad-lauchstaedt.de/das-goethe-theater.html
www.schloss-restaurant-droyssig.de/index.html


*) Von Gustav Seibt haben wir uns auch den Reisetitel geliehen; besser, als er es im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung beschrieb, kann man nicht ausdrücken, wohin diese Reise führen soll, nämlich in ein Gebiet…

„…dessen Geschichte so verzwickt und kleinteilig ist, dass sie für nostalgische Identifikationen völlig untauglich ist, obwohl von hier buchstäblich fast alles ausging, womit Deutschland die Welt positiv beeinflusst hat. ... Zwischen Wittenberg an der Elbe und Weimar an der Ilm erstrecken sich diese nach Süden zu immer gebirgigeren Gegenden, in deren kleinen Städten sich für drei Jahrhunderte eine geistige Produktivität in einer Dichte entfaltete, für die man Parallelen nur in der Toskana der Renaissance oder im antiken Griechenland findet. Von hier ging die lutherische Reformation in die Welt, die sich zwischen Erfurt und Wittenberg entwickelte und ohne die beispielsweise die Vereinigten Staaten von Amerika nicht das wären, was sie sind. Hier wurde, zwischen Weimar und Dessau, der Stil des Bauhauses entwickelt, der das Aussehen der Metropolen auf dem ganzen Globus bis heute prägt. Hier waren die Wirkungsstätten von Bach und Goethe, hier war zuvor von Luther in seiner Bibelübersetzung die deutsche Sprache geschaffen worden, mit der wir uns heute noch schriftlich verständigen...“